Derivest GmbH kündigt Abschlagszahlung von 5 Prozent an

Minimalzahlung der Derivest GmbH an Anleger – Auswirkungen auch für Autark Anleger? Mit einem Schreiben vom 03.08.2017 wurde einem von RÖHLKE Rechtsanwälte vertretenen Mandanten von der Derivest GmbH aus Marktredwitz mitgeteilt, dass diese nunmehr die Rückzahlungsverpflichtungen aus den Nachrangdarlehen Ende Oktober oder Anfang November in Angriff nehmen werde.

Der Haken dabei: die Derivest kündigt eine Zahlung von lediglich fünf Prozent des fälligen Kapitals an, was weniger ist als ursprünglich an Verzinsung für dieses Darlehen in Aussicht gestellt wurde. Die Minimalzahlung der Derivest GmbH könnte aber auch Auswirkungen für die Darlehensgläubiger der umstrittenen Autark Gruppe aus Liechtenstein/Berlin haben.

Autark Invest AG: Gefahr für die Rückzahlung der Nachrangdarlehen

Die mittlerweile auf die Autark Invest AG aus Liechtenstein verschmolzene Autark Vertriebs- und Beteiligungs GmbH aus Dortmund hatte bis Ende 2015 Nachrangdarlehen an Anleger ausgegeben und Presseberichten zufolge mit dem eingesammelten Geld ihrerseits Nachrangdarlehen der Derivest GmbH erteilt. Die Rückzahlung auch dieser Nachrangdarlehen scheint nun in Gefahr zu sein.

Geschäftsführerwechsel: Theater am Marientor in Duisburg

Auch ein anderes Investment der Autark – Gruppe scheint in unruhiges Fahrwasser zu geraten: das Duisburger Theater am Marientor hat innerhalb von nur 12 Tagen zwei neue Geschäftsführer bekommen. War die Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft ursprünglich Frau Sabine Kühn, Ehefrau des im Zusammenhang mit der Autark häufig auftauchenden Stefan Kühn, ist am 03.08.2017 Frau Kühn abgelöst worden und ausgerechnet durch Herrn Stefan Kühn persönlich ersetzt wurden. Dieser wiederum hat den Geschäftsführerposten am 15.08.2017 an Frau Helene Friedrichs abgegeben, die Presseberichten zufolge über Expertise im Zusammenhang mit dem Betrieb von Musicals verfügt. Über weitere Hintergründe dieser Personalentscheidungen ist nichts bekannt geworden.

Anleger suchen Antworten: Nachrangdarlehen verkaufen oder in Aktien umwandeln?

Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke, Berlin

Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke, Berlin

„Die Autark Invest AG hatte Anfang des Jahres angekündigt, zum 31.03.2017 bei den Anlegern zu melden und dann auch Zahlungen zu leisten. Allerdings ist nicht bekannt geworden, dass derartige Zahlungen auch tatsächlich erfolgt sind. Vielmehr wurde den Anlegern angeboten, die Forderungen aus dem Nachrangdarlehen zu verkaufen oder aber in Aktien der Autark Group AG umzuwandeln. Die Aktien dieser Gesellschaft sind, obwohl es keinen festzustellenden Handel an der Hamburger Börse im letzten Jahr gab, im Kurs um 88 Prozent gestiegen. Dieser wundersame Kursanstieg weckt Bedenken“, meint Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke.

Fazit: Betroffene Derivest GmbH Anleger sollten eine ausgesprochen vorsichtige Bewertung des Umtauschangebotes in Betracht ziehen.

Röhlke Rechtsanwälte raten den betroffenen Anlegern bei Problemen mit der Autark-Gruppe und dem Derivest – Nachrangdarlehen kompetenten anwaltlichen Rat aufzusuchen.

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